Feralpi nimmt Solarpark für Grünstromversorgung seiner Stahlwerke in Betrieb

von Hubert Hunscheidt

Die Feralpi Group und der Energiedienstleister Enfinity Global haben einen neuen Photovoltaikpark in der italienischen Provinz Ferrara in Betrieb genommen. Mit dem Start der 15,5-MW-Anlage wird zugleich der bereits vereinbarte zehnjährige Power Purchase Agreement (PPA) wirksam, über den Feralpi einen Teil des Strombedarfs seiner Stahlwerke in Norditalien aus erneuerbaren Energien deckt.

Die Photovoltaikanlage besteht aus 26.572 bifazialen Solarmodulen mit Nachführsystemen und erzeugt jährlich rund 23,3 GWh Strom. Dadurch können nach Unternehmensangaben etwa 6.300 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.

Das Projekt ist Teil der langfristigen Dekarbonisierungsstrategie des italienischen Stahlherstellers. Bis 2030 will Feralpi die spezifischen Emissionen der Bereiche Scope 1, 2 und 3 innerhalb der Stahlproduktion um 50 Prozent senken. Darüber hinaus soll der absolute Scope-3-Ausstoß um weitere 25 Prozent reduziert werden.

Bereits 2025 stammten 56 Prozent des Energiebedarfs des Unternehmens aus erneuerbaren Quellen. Damit übertraf Feralpi sein ursprünglich erst für 2030 gesetztes Ziel von 50 Prozent deutlich früher als geplant. Parallel investierte die Unternehmensgruppe zwischen 2023 und 2025 mehr als 500 Millionen Euro in Energieeffizienz, Elektrifizierung und Emissionsminderung.

Feralpi-Geschäftsführer Giovanni Pasini bezeichnete den Bezug von erneuerbarem Strom als wichtigen Baustein, um die Elektrifizierung der Produktionsprozesse voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter zu verringern. Mit der Inbetriebnahme des Solarparks werde die Stromliefervereinbarung nun in die praktische Versorgung der Stahlproduktion überführt.

Quelle: SteelOrbis / Foto: marketSTEEL