Autor: von Ulrich Schüppler

03.06.2015

Euler Hermes: Exportrisiken bleiben hoch

Positive Impulse bei der Entwicklung der globalen Insolvenzen stehen unverändert hohen Exportrisiken gegenüber. Die Ökonomen von Euler Hermes gehen für 2015 weltweit von einem Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen um 2% aus.

Allerdings ist die Entwicklung regional uneinheitlich: In Russland (+30%), der Türkei (+17%), Brasilien (+11%) und Marokko (+10%) erwartet Euler Hermes einen Anstieg der Pleiten im zweistelligen Prozentbereich. Auch in den deutschen Nachbarländern Österreich (+3%) und der Schweiz (+5%) gehen die Ökonomen für 2015 von mehr Insolvenzen aus.

Eurozone erholt sich rascher als erwartet – deutsche Unternehmen profitieren, Insolvenzrückgang

In Deutschland sowie in zahlreichen anderen europäischen Ländern hat der Kreditversicherer seine Insolvenzprognose hingegen aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung nach unten korrigiert. Euler Hermes erwartet nun statt eines leichten Anstiegs der Fallzahlen in Deutschland um 2% (Prognose vom November 2014) einen leichten Rückgang um 2%. Gleichzeitig ist Euler Hermes für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2015 vorsichtig optimistisch. Die Ökonomen erwarten aktuell ein Wachstum von 1,7%. Ende 2014 lag die Prognose mit +1,3% noch 0,4 Prozentpunkte tiefer.

„Die Wirtschaft in der Eurozone kommt wieder in die Spur und erholt sich rascher als wir zunächst erwartet haben“, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. „Für 2015 prognostizieren wir durch das positive Zusammenspiel von schwachem Euro, niedrigen Ölpreisen und günstigen Kreditkonditionen sowie einer vielerorts robusten Binnennachfrage ein Plus von 1,3% – das ist das stärkste Wachstum seit 2011 in der Eurozone."

Quelle: Euler Hermes