EU-Nutzfahrzeugmarkt 2025 unter Druck: Transporter und Lkw rückläufig, Busse legen zu

von Hubert Hunscheidt

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt blickt auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück. Die Neuzulassungen von Transportern gingen um 8,8 Prozent zurück, bei Lastkraftwagen lag das Minus bei 6,2 Prozent. Einzig das Bussegment konnte sich dem negativen Trend entziehen und verzeichnete ein Plus von 7,5 Prozent. Die Entwicklung spiegelt das angespannte wirtschaftliche Umfeld wider, das Investitionen in neue Fahrzeuge weiterhin bremst.

Bei den Transportern trugen vor allem die großen Märkte zur rückläufigen Entwicklung bei. In Frankreich sanken die Zulassungen um 5,6 Prozent, in Deutschland um 5,4 Prozent und in Italien um 5 Prozent. Spanien bildete mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent die Ausnahme. Insgesamt blieb Diesel mit einem Marktanteil von 80,7 Prozent der dominierende Antrieb, auch wenn die Zulassungen deutlich zurückgingen. Elektrisch aufladbare Transporter steigerten ihren Anteil auf 11,2 Prozent.

Auch der Lkw-Markt entwickelte sich schwach. Insgesamt wurden 307.460 neue Lkw zugelassen. Rückgänge gab es sowohl bei schweren als auch bei mittelschweren Fahrzeugen, besonders ausgeprägt in Deutschland mit einem Minus von 12,2 Prozent. Der Dieselantrieb dominiert weiterhin mit über 93 Prozent Marktanteil. Gleichzeitig legten elektrisch aufladbare Lkw über 3,5 Tonnen zu und erreichten einen Marktanteil von 4,2 Prozent, getragen vor allem von Zuwächsen in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich.

Deutlich positiver fiel die Entwicklung im Bussegment aus. Mit 38.238 Neuzulassungen legte der Markt um 7,5 Prozent zu. Besonders stark wuchs der deutsche Markt. Der Anteil elektrisch aufladbarer Busse stieg auf 23,8 Prozent, während Hybridantriebe an Bedeutung verloren. Dieselbusse blieben trotz leicht steigender Zulassungen das wichtigste Segment.

Insgesamt zeigt sich: Der Wandel hin zu alternativen Antrieben schreitet voran, wird jedoch weiterhin durch hohe Energiepreise, unzureichende Lade- und Infrastruktur sowie uneinheitliche politische Rahmenbedingungen gebremst.

Quelle: ACEA / Foto: marketSTEEL