ESTEP ernennt Wim Van der Stricht zum neuen Generalsekretär
von Hubert Hunscheidt
Die European Steel Technology Platform (ESTEP) hat Dr. Wim Van der Stricht zum neuen Generalsekretär ernannt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Klaus Peters an und übernimmt die Funktion zunächst mit sofortiger Wirkung kommissarisch. Offiziell beginnt seine Amtszeit am 1. August 2026.
Van der Stricht verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen industrielle Forschung, Technologiestrategie und Innovation. Zuletzt war er bei ArcelorMittal als Leiter der Technologiestrategie des CTO-Bereichs für CO₂ und Kreislaufwirtschaft tätig. Dort verantwortete er unter anderem strategische Innovationsprojekte und Partnerschaften zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie.
Im Laufe seiner Karriere arbeitete Van der Stricht eng mit Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und europäischen Institutionen zusammen. Sein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien sowie der Einwerbung europäischer und nationaler Fördermittel für Forschungs- und Innovationsprojekte.
Als Generalsekretär wird er künftig die laufenden Aktivitäten von ESTEP koordinieren, Forschungs- und Innovationsprioritäten definieren sowie die Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und weiteren Akteuren der Branche ausbauen. Darüber hinaus soll er eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Clean Steel Partnership übernehmen und den Übergang zu einer geplanten Clean Steel and Metals Partnership ab 2028 mitgestalten. Auch die Ausrichtung künftiger europäischer Forschungs- und Innovationsprogramme für die Stahlindustrie gehört zu seinen Aufgaben.
„Wim bringt eine außergewöhnliche Kombination aus technischem Fachwissen, strategischer Weitsicht und fundierten Kenntnissen der europäischen Forschungs- und Innovationslandschaft mit“, erklärte ESTEP-Präsidentin Annika Roos. In einer entscheidenden Phase für die europäische Stahlindustrie werde seine Erfahrung dazu beitragen, das Innovationsökosystem der Branche weiter zu stärken. Gleichzeitig dankte sie dem scheidenden Generalsekretär Klaus Peters für dessen langjähriges Engagement beim Ausbau der europäischen Stahlforschung und der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik.
Van der Stricht bezeichnete seine Ernennung als große Ehre. Innovation und Zusammenarbeit seien entscheidend, um eine wettbewerbsfähige und CO₂-arme Stahlproduktion in Europa zu ermöglichen. Gemeinsam mit den ESTEP-Mitgliedern und Partnern wolle er die nächste Generation europäischer Stahltechnologien aktiv mitgestalten.
Sein Vorgänger Klaus Peters stand seit 2015 an der Spitze von ESTEP und prägte in dieser Zeit maßgeblich die Entwicklung der Plattform. Unter seiner Leitung wurde insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschungseinrichtungen und politischen Entscheidungsträgern intensiviert sowie Initiativen wie die Clean Steel Partnership entscheidend vorangebracht.
Quelle: ESTEP / Foto: ArcelorMittal