Emissionsüberwachung mit den bisher niedrigsten zertifizierten Messbereichen

von Hubert Hunscheidt

ABB hat den ACF5000 LCS (Low CEMS Specialist) auf den Markt gebracht. Er ist das einzige zertifizierte kontinuierliche Emissionsüberwachungssystem (CEMS) für die kleinsten Emissionsgrenzwerte. Er erfüllt die strengsten Anforderungen der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED 2.0) und ermöglicht den Betreibern, striktere Emissionsgrenzwerte einzuhalten, während gleichzeitig die Nachhaltigkeit und die betriebliche Effizienz verbessert werden. Mit Nachweisgrenzen im sub-ppm (Parts Per Million) Bereich verfügt der ACF5000 LCS über eine QAL1 Zertifizierung durch den TÜV.

Die Markteinführung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für die europäische Industrie, da der EU-Aktionsplan zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung 1die Notwendigkeit strengerer Emissionskontrollen verstärkt. Mit der IED 2.0 werden deutlich niedrigere Emissionsgrenzwerte eingeführt, sodass die CEMS innerhalb engerer Zertifizierungsbereiche arbeiten müssen.

Systeme, die diese Anforderungen nicht erfüllen, sind für Neuinstallationen nicht mehr geeignet, wodurch der Bedarf an fortschrittlichen Überwachungslösungen steigt. Dies macht den ACF5000 LCS zukunftssicher, da andere Länder und Regionen zu ähnlich strengen Normen übergehen werden.  

Entwickelt für Anwendungen wie Müllverbrennung und andere energieintensive Branchen, liefert der ACF5000 LCS hochpräzise Überwachung bei kleinsten Emissionsgrenzwerten.

„Die IED 2.0 verändert die Tiefe der Emissionskontrolle grundlegend und stellt eine große technische Herausforderung dar, die ABB dank des unermüdlichen Engagements in der Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren bewältigen konnte“, sagt Jean-Rene Roy, Global Business Line Manager der Division Messtechnik und Analytik von ABB. „Aufbauend auf mehr als 30 Jahren Erfahrung als Marktführer von Emissionsüberwachungssystemen und Tausenden von installierten Systemen ermöglicht ABB nun die Messung von Emissionsbereichen, die bis zu zehnmal niedriger sind.“

Der ACF5000 LCS kombiniert bewährte Technologie mit verbesserter Leistung. Das System integriert die hochauflösende Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie (FTIR) von ABB, die selektiv infrarotaktive Gasmoleküle mit außergewöhnlicher Empfindlichkeit und Stabilität misst. Kombiniert mit einem Flammenionisationsdetektor (FID) für flüchtige organische Verbindungen (VOC) und einer auf Zirkoniumdioxid basierenden Sauerstoffmessung in einem kompletten, Heiß-/Nass-Extraktionssystem, können mehr als 15 Gaskomponenten gleichzeitig überwacht werden. Dank der Flexibilität von FTIR erfolgt die Auswahl der zu messenden Komponenten per Software.

Der ACF5000 LCS verwendet eine automatische Validierungstechnologie, die die Integrität der Messungen sicherstellt, Abweichungen von den Vorschriften verhindert und einen zuverlässigen und effizienten Langzeitbetrieb ermöglicht. Die Komplexität der Berichterstattung kann durch die Konsolidierung aller Emissionsdaten in einer einzigen Quelle mithilfe des Datenerfassungssystems CEM-DAS von ABB verringert werden.  

Der ACF5000 LCS ist in die fortschrittlichen digitalen Technologielösungen von ABB, einschließlich Genix Datalyzer, integriert. Dies ermöglicht die Flottenüberwachung von CEMS-Systemen für Geräte und Anlagen und gewährleistet Zuverlässigkeit, Konformität sowie Verfügbarkeit. Gleichzeitig bietet das engagierte Serviceteam von ABB eine unübertroffene Abdeckung, um sicherzustellen, dass die Kunden die Betriebszeit erreichen, die sie für einen kontinuierlichen Betrieb benötigen.

Der ACF5000 LCS ist außerdem in My Measurement Assistant+ von ABB mit Copilot AI integriert, einer Webanwendung, die Gerätezustandsdaten, Servicehistorie und Diagnosedaten an einem Ort zusammenführt und so den täglichen Betrieb sowie die Wartungsunterstützung verbessert.  

Als integrierte Lösung unterstützt der ACF5000 LCS die wichtigsten Qualitätssicherungsstandards und entspricht den Zertifizierungsanforderungen der EN 15267-3. Er ist außerdem so konzipiert, dass er den BVT (Beste verfügbare Technik) ‑ Schlussfolgerungen von 2019 entspricht.  

ABB ist ein globales führendes Technologieunternehmen im Bereich der Elektrifizierung und Automatisierung für eine nachhaltigere und ressourcenschonendere Zukunft. Durch die Kombination von Engineering-Kompetenz und Digitalisierung hilft ABB Industrieunternehmen, Spitzenleistungen zu erzielen und ihre Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit kontinuierlich zu verbessern. Bei ABB nennen wir das „Engineered to Outrun“. Das Unternehmen kann auf eine über 140-jährige Geschichte zurückblicken und beschäftigt weltweit mehr als 110.000 Mitarbeitende. Die Aktien von ABB sind an der SIX Swiss Exchange (ABBN) und an der Nasdaq Stockholm (ABB) notiert. www.abb.com

Der Geschäftsbereich Automation von ABB automatisiert, elektrifiziert und digitalisiert industrielle Abläufe, die ein breites Spektrum an grundlegenden Anforderungen erfüllen – von der Versorgung mit Energie, Wasser, und Materialien bis hin zur Produktion und zum Transport von Waren zum Markt. Mit ~26.000 Mitarbeitenden, führender Technologie und Service-Know-how hilft ABB Automation der Prozess-, Hybrid- und maritimen Industrie, schlanker und sauberer zu werden.

Quelle und Foto: ABB Asea Brown Boveri Ltd