Edelstahlbranche diskutiert Märkte, Rohstoffe und CBAM in Offenbach

von Dagmar Dieterle

Die International Stainless & Special Steel Conference 2026 endet heute in Frankfurt/Offenbach mit Vorträgen zu geopolitischen Herausforderungen, dem weltwirtschaftlichen Ausblick für 2027 und den Perspektiven der Edelstahlbranche sowie einem abschließenden CBAM-Workshop. Seit dem 21. September diskutieren Branchenvertreter im Capitol Theater über die Entwicklung der Edelstahl- und Spezialstahlmärkte, neue Wachstumsfelder sowie die Auswirkungen von Dekarbonisierung, Digitalisierung und Handelspolitik.

 

CBAM und neue Anwendungen

Einen Schwerpunkt bildete am Dienstag die Frage, wie sich die Edelstahlindustrie auf CBAM einstellt. Neben dem CO₂-Fußabdruck der Branche standen erste Erfahrungen mit dem europäischen CO₂-Grenzausgleich sowie dessen Auswirkungen auf Unternehmen im Mittelpunkt.

Weitere Beiträge beschäftigten sich mit neuen Einsatzmöglichkeiten für Edelstahl. Diskutiert wurden unter anderem Anwendungen im Bereich neuer Energien sowie Edelstahl für Infrastrukturprojekte wie Wasserleitungen und Brücken. Auch Digitalisierung und KI-gestützte Produktionsplanung spielten eine Rolle.

 

Rohstoffe und Nickel im Blick

Der zweite Konferenztag rückte die Rohstoffversorgung in den Mittelpunkt. Themen waren unter anderem Chrom, Ferrolegierungen und die Auswirkungen von CBAM auf die Rohstoffbeschaffung. Ein eigener Veranstaltungsblock beschäftigte sich mit dem Nickelmarkt, Batterierecycling und dem Aufbau integrierter Lieferketten für Spezialstähle.

Auch Hochleistungswerkstoffe standen auf der Agenda. Vorträge und Diskussionen beleuchteten die Marktperspektiven von Nickellegierungen und Edelstahl-Spezialitäten sowie deren Bedeutung für globale Megatrends. Abgerundet wurde der Tag durch eine Gesprächsrunde zu Langprodukten aus Edelstahl und Spezialstahl.

 

Geopolitik und Ausblick auf 2027

Am heutigen Schlusstag stehen zunächst geopolitische Herausforderungen und die Frage im Mittelpunkt, wie sich Unternehmen in einem von globalen Verwerfungen geprägten Umfeld behaupten können. Anschließend folgen der weltwirtschaftliche Ausblick für 2027 sowie eine Betrachtung der Trends und Einflussfaktoren für Rohstoffe und Abnehmerindustrien der Edelstahlbranche.

Den Abschluss der Konferenz bildet heute ein Workshop zum europäischen CO₂-Grenzausgleich CBAM.

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Quelle und Fotos: marketSTEEL