Durst und TUM Venture Labs entwickeln Lösungen für die digitale Produktion

von Hubert Hunscheidt

Die Durst Group und die TUM Venture Labs starten eine mehrjährige Zusammenarbeit in den Bereichen Robotik, Künstliche Intelligenz (KI) und industrielle Automatisierung. Damit wird der Spezialist für digitale Produktionssysteme Teil des Innovationsökosystems rund um die Technische Universität München (TUM) und zugleich erster italienischer Partner im Netzwerk der TUM Venture Labs.

Gemeinsam mit Gründungsteams des Venture Lab Robotics / AI wollen die Partner neue Lösungen für konkrete Herausforderungen aus der industriellen Praxis entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen, bei denen Automatisierung, Robotik, KI-basierte Prozesssteuerung und physische Produktionsabläufe miteinander verknüpft werden.

Die Durst Group mit Hauptsitz in Brixen entwickelt intelligente Systeme für den industriellen Digitaldruck und die digitale Produktion. Das Familienunternehmen setzt dabei auf Digitalisierung, Automatisierung und Systemintegration, um vernetzte und datengetriebene Produktionsumgebungen zu schaffen.

Zusammenarbeit mit Start-ups und Forschungsteams

Die zwölf TUM Venture Labs sind jeweils auf ein bedeutendes Technologiefeld spezialisiert. Sie bieten Gründungsteams Zugang zu Spitzenforschung, technischer Infrastruktur, branchenspezifischer Expertise, maßgeschneiderten Ausbildungsprogrammen sowie internationalen Netzwerken aus Industrie und Kapitalgebern. Das Venture Lab Robotics / AI bündelt Kompetenzen in den Bereichen Robotik, Künstliche Intelligenz, Embedded Systems und industrielle Automatisierung.

Die Zusammenarbeit umfasst einen regelmäßigen fachlichen Austausch, gemeinsame Innovations- und Entrepreneurship-Formate sowie sogenannte Industry Challenges. Dabei bringt Durst konkrete Fragestellungen aus der industriellen Produktion ein, für die Gründungsteams neue technologische Lösungsansätze entwickeln. Die Anwendungen sollen sich nicht ausschließlich auf die Druckindustrie beschränken, sondern auch auf angrenzende Branchen und weitere industrielle Produktionsbereiche übertragen lassen.

„Produktion wird vernetzt, lernend, autonom“

„Isolierte Maschinen waren gestern. Produktion wird vernetzt, lernend, autonom. Wir bauen die Systeme dafür“, sagt Christoph Gamper, CEO und Miteigentümer der Durst Group. München biete mit seiner engen Verbindung von Forschung, Technologieentwicklung und Unternehmertum ideale Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen, Forschenden, Studierenden und Industriepartnern.

Robotik und KI würden die industrielle Produktion grundlegend verändern. Um die Entwicklung zu beschleunigen, seien neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft, Start-ups und Talenten erforderlich, so Gamper.

„Robotik und KI entfalten ihr Potenzial dort, wo sie auf reale industrielle Herausforderungen treffen“, erklärt Dr. Philipp Gerbert, CEO der TUM Venture Labs. Die Partnerschaft mit Durst verbinde technologische Kompetenz und Unternehmertum mit konkreten industriellen Anwendungen. Dadurch entstehe ein leistungsfähiges Umfeld für neue Automatisierungslösungen in der digitalen Produktion.

Quelle: TUM Venture Labs / Foto: marketSTEEL