Autor: von Hubert Hunscheidt

24.03.2020

DIHK warnt vor weltweitem Konjunktureinbruch

"Es steht uns wohl die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Finanzkrise 2008/2009 bevor", kommentiert Treier die aktuelle Entwicklung. Selbst wenn die Krise durch das Coronavirus bereits heute verarbeitet worden sei, würde die europäische Wirtschaft nach DIHK-Schätzung rund einen Prozentpunkt weniger wachsen. "Aber das wäre fast schon ein optimistisches Szenario."
 
Zweistelliger Rückgang beim deutsch-chinesischen Handel befürchtet
 
"Wenn in den kommenden Wochen die Daten über den deutsch-chinesischen Handel auf dem Tisch liegen, werden wir ein böses Erwachen erleben", prognostiziert er. Der DIHK rechne mit zweistelligen Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr. "Das sind keine guten Vorgaben für die deutsche Konjunktur."
 
Für deutsche Unternehmen zählt nun vor allem die Liquidität
 
Jetzt komme es vordringlich darauf an, dass die deutschen Unternehmen über die schwierigen Wochen gebracht werden, ohne vom Markt zu verschwinden, so Treier. "Der Schlüssel ist aktuell die Versorgung mit Liquidität." Die Bundesregierung habe hier mit den Beschlüssen zu Kurzarbeitergeld, Steuerstundung und Ausfallgarantien für die Geschäftsbanken der Firmen wichtige Hilfesignale gegeben. "Was noch fehlt, wäre zum Beispiel, auch Solo-Selbstständige zusätzlich zu unterstützen."
 
Quelle: DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. / Vorschaufoto: joerg_trampert_pixelio.de