Deutschland und Saudi-Arabien haben ihre energiepolitische Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gehoben. Im Rahmen einer Reise nach Saudi-Arabien unterzeichnete Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, gemeinsam mit Abdulaziz bin Salman bin Abdulaziz ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Vertiefung der Kooperation im Energiesektor.
Das Abkommen schafft einen strategischen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Ministry of Energy of Saudi Arabia. Es ergänzt eine bereits 2021 geschlossene Absichtserklärung zur Kooperation im Bereich Wasserstoff und unterstreicht die wachsende Bedeutung des Themas für beide Länder.
Neben Wasserstoff umfasst das MoU alle relevanten Energiesektoren sowie den Chemikalienbereich. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem Carbon-Management-Technologien, Energieeffizienz, die digitale Transformation des Energiesektors einschließlich Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit sowie der Aufbau sicherer und resilienter Lieferketten. Ziel ist es, wirtschaftliche Zusammenarbeit und technologische Entwicklung enger zu verzahnen.
Aus Sicht der Bundesregierung eröffnet die vertiefte Energiepartnerschaft neue Perspektiven für Industrie, Mittelstand und Technologieanbieter. Insbesondere Wasserstoff gilt dabei als zentraler Baustein für nachhaltiges Wachstum, industrielle Dekarbonisierung und die langfristige Sicherung internationaler Energiebeziehungen.
Die Umsetzung der Vereinbarung soll durch den Austausch von Fachwissen, gegenseitige Delegationsbesuche, gemeinsame Forschungsprojekte sowie Konferenzen und Fachveranstaltungen erfolgen. Damit knüpft das MoU an den seit 2019 bestehenden bilateralen Energiedialog zwischen Deutschland und Saudi-Arabien an und stärkt die Rolle beider Länder im internationalen Wasserstoff- und Energiemarkt.