Deutscher Stahlhandel legt im zweiten Quartal zu – Langprodukte bleiben Wachstumstreiber

von Hubert Hunscheidt

Der deutsche Stahlhandel hat im zweiten Quartal 2026 einen stabilen Geschäftsverlauf verzeichnet. Nach der aktuellen Stahlhandelsstatistik des Bundesverbandes Deutscher Stahlhandel (BDS) erreichte der durchschnittliche Lagerabsatz von Walzstahlfertigerzeugnissen 818.333 Tonnen pro Monat und lag damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (784.400 Tonnen).

Besonders dynamisch entwickelte sich der Absatz von Langprodukten. Mit durchschnittlich 279.392 Tonnen pro Monat übertraf dieses Segment das Vorjahresquartal deutlich (257.101 Tonnen). Flachprodukte erreichten durchschnittlich 463.728 Tonnen, während sonstige Walzstahlprodukte – darunter Walzdraht und warmgewalzter Bandstahl – auf 75.212 Tonnen kamen.

Im Monatsvergleich zeigte sich insbesondere der Juni robust: Der Gesamtabsatz stieg auf 848.015 Tonnen. Langprodukte erreichten mit 292.906 Tonnen den höchsten Monatswert des zweiten Quartals, während Flachprodukte auf 481.528 Tonnen zulegten.

Die Lagerbestände blieben im zweiten Quartal weitgehend stabil. Im Durchschnitt lagen sie bei 1,884 Millionen Tonnen und damit leicht unter dem Niveau des ersten Quartals (1,896 Millionen Tonnen). Ende Juni beliefen sich die Bestände auf rund 1,892 Millionen Tonnen. Während die Vorräte an Langprodukten gegenüber März zurückgingen, erhöhten sich die Lagerbestände bei Flachprodukten leicht.

Die Zahlen deuten auf eine insgesamt stabile Marktentwicklung hin. Vor allem die anhaltend gute Nachfrage nach Langprodukten spricht für eine weiterhin solide Aktivität im Bau- und Infrastruktursektor, während sich der Flachstahlmarkt auf konstantem Niveau bewegt.