Deutscher Pkw-Markt wächst im ersten Halbjahr 2026 – Elektroautos legen kräftig zu

von Hubert Hunscheidt

Der deutsche Pkw-Markt hat im ersten Halbjahr 2026 an Dynamik gewonnen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden von Januar bis Juni insgesamt 1.484.393 Personenkraftwagen neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders stark entwickelte sich die Elektromobilität. Die Zahl der Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) stieg im ersten Halbjahr um 48,0 Prozent. Allein im Juni kamen 84.057 Elektrofahrzeuge neu auf die Straße, was einem Marktanteil von 28,4 Prozent entspricht. Auch Plug-in-Hybride (+17,9 %) und Hybridfahrzeuge insgesamt (+9,8 %) verzeichneten im Halbjahresvergleich deutliche Zuwächse.

Demgegenüber setzte sich der Rückgang klassischer Antriebe fort. Die Neuzulassungen von Benzinern gingen in den ersten sechs Monaten um 18,2 Prozent zurück, Diesel-Pkw verloren 8,6 Prozent.

Für die Stahlindustrie bleibt insbesondere die Entwicklung der Fahrzeugproduktion von Bedeutung. SUVs behaupteten mit einem Anteil von 35,5 Prozent ihre Position als stärkstes Fahrzeugsegment im ersten Halbjahr, gefolgt von der Kompaktklasse (13,6 %) und den Kleinwagen (12,9 %). Gleichzeitig sank der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw um 10,3 Prozent auf 98,4 g/km.

Auch der Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich positiv. Im ersten Halbjahr stiegen die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen insgesamt um 6,3 Prozent auf 1,79 Millionen Einheiten. Besonders deutlich legten Kraftomnibusse (+21,6 %), Zugmaschinen (+13,3 %) sowie Lastkraftwagen zu.

Die positiven Zulassungszahlen gelten als wichtiges Signal für die Automobil- und Zulieferindustrie. Insbesondere der anhaltende Hochlauf der Elektromobilität dürfte die Nachfrage nach modernen Flachstahlprodukten, Elektroband sowie hochfesten Stählen weiter stärken.

Quelle: Kraftfahrtbundesamt / Foto: Fotolia