Autor: von Hubert Hunscheidt

15.05.2019

Deutsche Wirtschaft stärker als vermutet gewachsen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken im Mai 2019 um 5,2 Punkte auf einen neuen Wert von minus 2,1 Punkten. Der langfristige Durchschnitt der ZEW-Konjunkturerwartungen liegt bei 22,1 Punkten. Im gleichen Zeitraum hat sich die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland um 2,7 Punkte verbessert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt im Mai 8,2 Punkte. Die Entwicklung von Produktion und Exporten in Deutschland  sowie die jüngste Schnellschätzung von Eurostat für das Wirtschaftswachstum im Eurogebiet im ersten Quartal nähren die Hoffnung, dass auch die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal stärker als vermutet gewachsen sein dürfte.
 
„Der Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen zeigt, dass die Finanzmarktexperten/-innen für die nächsten sechs Monate weiterhin von einem verhaltenen Wirtschaftswachstum in Deutschland ausgehen. Die jüngste Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China erhöht erneut die Unsicherheit hinsichtlich der deutschen Exporte und damit eines zentralen Faktors für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes“, kommentiert  ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.
 
Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sinken ebenfalls. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im Mai bei minus 1,6 Punkten, 6,1 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet steigt dagegen um 6,2 Punkte an und liegt aktuell bei minus 7,0 Punkten. Auch für die Wirtschaft des Eurogebiets bleibt der Konjunkturausblick somit recht verhalten.
 
Quelle: ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH / Vorschaufoto: Gabi_Eder_pixelio.de