CO₂-armer Stahl für Energieinfrastruktur
von Hubert Hunscheidt
Corinth Pipeworks hat seine Zusammenarbeit mit ArcelorMittal weiter vertieft und setzt damit ein klares Signal für CO₂-arme Stahllösungen im Energiesektor. Wie beide Unternehmen auf der Tube 2026 in Düsseldorf bekannt gaben, kommt erstmals „XCarb® recycled and renewably produced“-Stahl in der Produktion von Energierohren zum Einsatz.
Die Partnerschaft verbindet die Fertigungskompetenz von Corinth Pipeworks mit der Expertise von ArcelorMittal in der Herstellung CO₂-reduzierter Stähle. Ziel ist es, Rohrlösungen mit deutlich verringertem CO₂-Fußabdruck bereitzustellen – sowohl für klassische Anwendungen als auch für neue Energieträger wie Wasserstoff.
CO₂-Reduktion durch EAF-Technologie
Der eingesetzte „XCarb®“-Stahl wird im Elektrolichtbogenofen (EAF) mit einem Schrottanteil von mindestens 75 Prozent und unter Verwendung von 100 Prozent erneuerbarer Energie produziert. Im Vergleich zur Hochofenroute lassen sich so die CO₂-Emissionen um rund 65 Prozent senken.
Darüber hinaus unterstützt der Werkstoff Kunden dabei, ihre indirekten Emissionen (Scope 3) zu reduzieren und trägt zur Stärkung einer CO₂-armen Kreislaufwirtschaft bei.
„Durch den Einsatz eines hohen Anteils an recyceltem Material und präzise gesteuerte metallurgische Prozesse liefern wir leistungsfähige Stähle, die sofort verfügbar sind und die Dekarbonisierung der Energieinfrastruktur ermöglichen“, erklärt Gonzalo Delgado, CMO Industry Region South bei ArcelorMittal Europe – Flat Products.
Nachhaltigkeit als strategischer Treiber
Für Corinth Pipeworks ist Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Neben der Reduktion von Emissionen setzt das Unternehmen auf Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie auf die konsequente Weiterentwicklung emissionsarmer Produktionsverfahren.
„Die Integration CO₂-armer Stahllösungen in unsere Produktion ermöglicht es uns, unsere Kunden beim Aufbau moderner Energienetze aktiv zu unterstützen“, sagt Ilias Bekiros, General Manager von Corinth Pipeworks.
Fokus auf Energie- und Wasserstoffinfrastruktur
Die Kooperation zielt insbesondere auf Anwendungen in der Energieinfrastruktur ab. Dazu zählen unter anderem Rohrsysteme für den Transport von Wasserstoff sowie für andere energieintensive Anwendungen, bei denen sowohl Materialleistung als auch Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle spielen.
Mit der verstärkten Zusammenarbeit unterstreichen beide Unternehmen ihre Rolle als Partner für die Transformation der Energieinfrastruktur. Durch die Kombination aus technologischer Expertise und CO₂-reduzierten Materialien sollen Lösungen entstehen, die sowohl ökologische als auch industrielle Anforderungen erfüllen.
Quelle und Foto: Arcelor Mittal Germany GmbH