CBAM und Safeguards verändern die Stahlrohrbeschaffung
von Hubert Hunscheidt
Preis, Qualität und Lieferzeit bestimmen weiterhin die Beschaffung von Stahlrohren. Doch längst kommen weitere Faktoren hinzu. CBAM, Safeguards und andere regulatorische Vorgaben können insbesondere bei Importen Auswirkungen auf Kosten, Lieferketten und die Wahl der Beschaffungsquelle haben.
Für verarbeitende Unternehmen wird es damit schwieriger, neben ihrem eigentlichen Geschäft auch die teilweise sehr spezifischen Regelungen für Stahlprodukte im Blick zu behalten. H&D Schierle beobachtet deshalb einen zunehmenden Informations- und Beratungsbedarf.
„Für ein Unternehmen, das fertige Produkte herstellt, ist es schwierig, diese spezifischen, rohrspezifischen Regularien der Europäischen Union zu bewerten“, sagt Nico Genge, Geschäftsführer von H&D Schierle.
Damit verändern sich auch die Gespräche zwischen Stahlhändler und Kunde. Neben Abmessungen, Werkstoffen, Mengen und Preisen geht es zunehmend darum, regulatorische Entwicklungen und deren mögliche Folgen für die Beschaffung einzuordnen. Dazu kann beispielsweise die Frage gehören, ob ein Einkauf vorgezogen werden sollte oder welche Beschaffungsquelle unter veränderten Rahmenbedingungen infrage kommt.
Als Teil der Hoberg & Driesch Gruppe greift H&D Schierle dabei nach eigenen Angaben auf gruppenweites Know-how sowie Informationen aus internationalen Beschaffungsmärkten zurück.
Für Genge entwickelt sich der Stahlrohrhandel damit über die reine Materialversorgung hinaus: Markt- und Regulierungsinformationen werden zunehmend Teil der Leistung, die Kunden bei ihren Einkaufsentscheidungen unterstützt.
Quelle und Foto: Hoberg & Driesch Schierle GmbH