Bergische Edelstahlwerke melden Insolvenz – Fortführung und Investorensuche im Fokus
von Hubert Hunscheidt
Die Bergische Edelstahlwerke GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war zum 1. Januar 2025 aus Teilen des Traditionsunternehmens Dörrenberg Edelstahl hervorgegangen, nachdem die Geschäftsbereiche Gießerei und Stahlwerk veräußert worden waren. Von der aktuellen Entwicklung sind rund 150 Beschäftigte betroffen.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Belegschaft streben Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung eine Fortführung der Produktion sowie den Erhalt der Arbeitsplätze an. Trotz grundsätzlich guter Auftragslage geriet das Unternehmen in Liquiditätsprobleme. Der bisherige Eigentümer Callista Private Equity trennte sich in diesem Zusammenhang von seinen Anteilen. Ziel ist nun ein Neustart in Eigenverantwortung, während parallel Gespräche mit potenziellen Investoren geführt werden.
Für die Beschäftigten wird in den Monaten Februar bis April zunächst Insolvenzausfallgeld gezahlt, um Zeit für eine Stabilisierung des Unternehmens zu gewinnen. Zugleich stehen finanzielle Belastungen im Raum: Nach Angaben der früheren Holding GESCO bestehen Darlehen in Höhe von 6,3 Millionen Euro, die voraussichtlich abgeschrieben werden müssen.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Martin Plappert bestellt. Die kommenden Monate gelten als entscheidend für die Zukunft des Edelstahlstandorts im Bergischen Land.
Quelle: OBERBERG-AKTUELL / Foto: marketSTEEL