BDS-Statistik: Stahlhandel startet deutlich stärker ins Jahr 2026
von Hubert Hunscheidt
Die aktuelle Stahlhandelsstatistik der BDS AG zeigt für das erste Quartal 2026 eine klare Belebung im deutschen Stahlhandel. Der Lagerabsatz von Walzstahlfertigerzeugnissen erreichte im Quartalsdurchschnitt rund 859.800 Tonnen und lag damit deutlich über dem Jahresdurchschnitt 2025 von rund 789.400 Tonnen.
Treiber dieser Entwicklung ist insbesondere der starke März 2026: Mit knapp 943.900 Tonnen wurde der höchste Monatswert seit längerer Zeit erreicht. Sowohl Langprodukte als auch Flachprodukte legten zu, wobei Flachprodukte weiterhin den größten Anteil am Gesamtabsatz stellen.
Im Jahresvergleich zeigt sich damit eine Stabilisierung auf höherem Niveau. Während der Durchschnitt 2024 noch bei rund 786.300 Tonnen lag, konnte 2025 trotz schwächerem vierten Quartal leicht zulegen. Der aktuelle Jahresauftakt 2026 deutet nun auf eine weitere Nachfragebelebung hin.
Parallel dazu entwickeln sich die Lagerbestände vergleichsweise konstant. Im ersten Quartal 2026 lagen sie im Durchschnitt bei rund 1,896 Millionen Tonnen und damit leicht über dem Vorjahresniveau von etwa 1,861 Millionen Tonnen. Auffällig ist, dass insbesondere die Bestände an Flachprodukten weiterhin auf hohem Niveau verharren, während Langprodukte stabil bleiben.
Die Kombination aus steigenden Absatzmengen und moderaten Beständen spricht für eine verbesserte Marktdynamik im Stahlhandel. Nach einer Phase der Unsicherheit in den Vorjahren könnten sich damit erste Anzeichen einer nachhaltigen Nachfrageerholung abzeichnen – vorausgesetzt, die industrielle Nachfrage bleibt stabil.
Quelle: BDS AG – Bundesverband Deutscher Stahlhandel / Foto: marketSTEEL