Autor: von Angelika Albrecht

14.03.2019

Automatisierte Bestellprozesse für das Handwerk

Stuttgart –  Der Fachkräftemangel erfordert es, das Handwerk attraktiver zu machen. Dies bedeutet auch, dass Fachkräfte von Bürotätigkeiten entlastet werden, um ungestört ihre eigentliche Arbeit verrichten zu können. In Handwerk und Industrie sind sowohl Auszubildende wie ausgelernte Mitarbeiter immer schwieriger für einen handwerklich-technischen Beruf zu begeistern bzw. auf dem Arbeitsmarkt zu finden. 

Die Laserhub GmbH sieht ein großes Potenzial darin, bestehende Mitarbeiter durch eine effizientere Arbeitsweise zu entlasten. Hier geht es insbesondere um das Auftragsmanagement, ein Bereich, in dem in vielen Betrieben Optimierungs- und Modernisierungsbedarf besteht. Durch Digitalisierung können viele Prozesse attraktiver und effizienter ausgeführt werden, wie Laserhub mit seiner vertikal integrierten Online-Beschaffungsplattform demonstriert.

In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nannten 56 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Risiko für ihr Unternehmen. Dieser Anteil hat sich seit 2011 verdreifacht. Die Unternehmen des deutschen Handwerks sind verzweifelt auf der Suche nach Fachkräften, bestätigt auch ein Bericht des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Fast die Hälfte der Unternehmen der Branche habe derzeit Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Stellen. Der Auftragsbestand ist teilweise so hoch, dass Neukundenaufträge abgelehnt werden müssen, weil nicht genügend Personal für die Arbeit da ist. „Der Fachkräftemangel dürfte dem Standort Deutschland nicht nur auf lange Sicht schaden, sondern ist täglich spürbar“, so Christoph Rößner, Gründer und Geschäftsführer der Laserhub GmbH.

Viele administrative Aufgaben im Handwerk laufen noch immer überwiegend analog mit viel Papierkram ab. In kleineren Betrieben gibt es dafür keine eigenen Büromitarbeiter, die Handwerker müssen diese für sie oft lästigen Tätigkeiten „nebenher“ bewältigen. Ein Beispiel ist das gesamte Auftragsmanagement. „Oft müssen Anfragen, Angebote und Aufträge manuell eingeholt werden. Für Handwerker mit Leib und Seele ist diese Arbeit alles andere als attraktiv, denn sie wollen ihren Arbeitsalltag an den Maschinen, mit Werkzeugen, im Umgang mit den Materialien verbringen. Sie wollen technische Herausforderungen lösen statt Aktenordner sortieren und das Fax bedienen“, erklärt Startup-Gründer Rößner.

„Eine Branche, in die wir bei LASERHUB einen guten Einblick haben, ist die Blechbearbeitung. Dies ist auch eine der typischen Branchen, in der Auftragsvergabe und Bestellwesen größtenteils noch auf analogen Prozessen basieren“, so Rößner. Während es bei Industrie 4.0 um die Vernetzung von Maschinen geht, können ebenso gut auch Handwerksbetriebe als Kunden und hochspezialisierte Bearbeitungsbetriebe als Anbieter vernetzt werden.

Die Aufträge drehen sich hier um das Laserschneiden, Biegen, Entgraten, Gewindeschneiden und Beschichten von Metallbauteilen unterschiedlicher Materialien (Edelstahl, Stahl, Aluminium). In ganz Deutschland gibt es Handwerksbetriebe, die auf einen oder mehrere dieser Bearbeitungsprozesse angewiesen sind. Für einen speziellen Auftrag einen passenden Betrieb, noch dazu mit freien Kapazitäten, zu finden, war für Handwerker bislang jedoch nicht immer einfach.

„Einen solchen Auftrag will beispielweise ein Metallbauer vergeben, der dringend Laserteile benötigt. Diese kann er auch abends noch auf unserer übersichtlichen, intuitiven Online-Plattform bestellen, ohne auf langwierige Prozesse warten zu müssen“, erläutert Rößner. Der Auftrag wird geprüft und sofort verknüpft mit aktuell zur Verfügung stehenden Fertigungsressourcen zertifizierter Blechbearbeitungsbetriebe. „Dies macht das Bestellmanagement für Handwerksbetriebe wesentlich effizienter. Was bislang mühsam per Telefon, Fax oder bestenfalls E-Mail erfolgte, ist nun binnen weniger Sekunden erledigt. Handwerker finden schneller den für einen bestimmten Auftrag spezialisierten Betrieb mit freien Kapazitäten – und ihnen bleibt mehr Zeit für handwerklich-technische Tätigkeiten, ihren eigentlichen Job“, fügt Rößner hinzu.


Über LASERHUB


LASERHUB ist ein junges Team aus Branchenkennern, Softwareentwicklern und Digitalisierungsprofis. Ihr Ziel ist es, die Vorteile der Digitalisierung auch für Blechbearbeiter und deren Kunden nutzbar zu machen – fair und effizient. Im Jahr 2017 in Stuttgart von Adrian Raidt, Christoph Rößner und Jonas Schweizer gegründet, ist das Unternehmen binnen kurzer Zeit deutlich gewachsen, hat erste Investoren für sich gewinnen können und setzt auf einen erfolgreichen Expansionskurs.

Quelle, Vorschaubild und Beitragsbild: Laserhub GmbH