Autor: von Alfons Woelfing

05.10.2018

Verarbeitendes Gewerbe verzeichnet Plus von 2 Prozent

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe stiegen im August gegenüber dem Vormonat um 2,0 %. Getragen wurde dieses Wachstum von den Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum, die sich um kräftige 11,1 % erhöhten. Bei den Aufträgen aus dem Euroraum und dem Inland kam es hingegen zu Rückgängen um 2,2 % bzw. 2,9 %. Der Anteil an Großaufträgen war unterdurchschnittlich.
 
Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni ergab sich ein Orderminus von 1,9 %. Am stärksten fiel der Rückgang mit -3,0 % bei den Investitionsgütern aus (Konsumgüter: -1,5 %; Vorleistungsgüter: -0,2 %). Während die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe aus dem Inland nur leicht abnahmen (-0,4 %), verringerten sich die aus dem Euroraum sowie dem Nicht-Euroraum um 5,6 % bzw. 1,3 %.
 
Der starke Anstieg der Bestellungen aus dem nicht-europäischen Ausland belegt, dass deutsche Industrieprodukte weiter weltweit gefragt sind, ungeachtet der Handelskonflikte. Mit der Auflösung des Zulassungsstaus aufgrund des neuen Abgasfahrzyklus für Pkw (WLTP), der in den letzten Monaten die Auftragseingänge dämpfte, sollten sich daher die positiven konjunkturellen Tendenzen im Verarbeitenden Gewerbe im vierten Quartal wieder durchsetzen. Dafür sprechen auch der weiterhin außerordentlich hohe Auftragsbestand und das überdurchschnittlich positive Niveau des Geschäftsklimas des Verarbeitenden Gewerbes.
 
Quelle: Statistisches Bundesamt / Vorschaufoto: marketSTEEL