ArcelorMittal setzt bei Dekarbonisierungsprojekt auf Krantechnologie von Liebherr

von Hubert Hunscheidt

Mit dem Bau eines neuen Elektrolichtbogenofens in Gijón treibt ArcelorMittal ein zentrales Vorhaben seines europäischen Dekarbonisierungsprogramms voran. Der Ofenbau gilt als Schlüsselmaßnahme auf dem Weg zur CO₂-Reduktion in der Stahlproduktion. Um dieses Ziel effizient und sicher umzusetzen, setzt das Unternehmen auf moderne Hebetechnologie von Liebherr: Erstmals in Spanien kommt dabei der neue Liebherr 1188 EC-H Fibre zum Einsatz, ein High-Top Kran mit innovativem Faserseil. Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse auf dem Werksgelände wurde gezielt eine Lösung gewählt, die Tragfähigkeit, Reichweite und Flexibilität in sich vereint.

Zukunftsweisende Technik für nachhaltigen Stahl

Das Projekt in Gijón gilt als die erste große Investition von ArcelorMittal im Rahmen seines europaweiten Dekarbonisierungsprogramms. Mit der Einführung des neuen Lichtbogenofens leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduktion in der Stahlproduktion. Der Umbau der Anlage in Gijón steht exemplarisch für das Engagement des Unternehmens für technologische Innovation und nachhaltige Produktion. Die Wahl des 1188 EC-H Fibre unterstreicht dabei, dass Fortschritte in der Baulogistik und effiziente Hebetechnik eine wichtige Rolle bei der Umsetzung solcher Vorhaben spielen.

Der Bau des neuen Lichtbogenofens erfolgt im laufenden Betrieb des Stahlwerks. Enge Platzverhältnisse, eine sensible Arbeitsumgebung und höchste Sicherheitsanforderungen stellen besondere Herausforderungen an die eingesetzten Maschinen. In diesem Kontext war eine Hebelösung gefragt, die leistungsfähig, kompakt und flexibel zugleich ist. Der Liebherr 1188 EC-H Fibre erfüllt diese Anforderungen auf dem Werksgelände in vollem Umfang, mit einer Traglast von rund neun Tonnen bei einer maximalen Ausladung von 90 Metern ist er ein Schlüsselwerkzeug bei der Montage der mit dem Ofen verbundenen Systeme.

Der 1188 EC-H Fibre - ein Kran für anspruchsvolle Einsätze

Gerade bei begrenztem Platzangebot zeigt der Liebherr High-Top Kran seine Stärken, da er durch seine kompakten Turm- und Auslegerkomponenten effizient auf engem Raum eingesetzt werden kann. Für ArcelorMittal ist dies ein zentraler Vorteil, denn der Einsatz weiterer Hebetechnik kann reduziert und die Baustellenlogistik optimiert werden. Ein besonderes Merkmal des eingesetzten Krans ist das verbaute Faserseil. Gegenüber einem herkömmlichen Stahlseil bietet das Seil aus Hochleistungsfasern zahlreiche Vorteile: Das geringere Eigengewicht erlaubt höhere Traglasten, die Lebensdauer ist bis zu viermal länger und die Handhabung deutlich einfacher. In Gijón ermöglicht das reduzierte Seilgewicht präzise und sichere Hebevorgänge, insbesondere bei Arbeiten in unmittelbarer Nähe zu laufenden Anlagen.

Die integrierte Litronic-Steuerung von Liebherr sorgt für präzise, ruckfreie Bewegungsabläufe. Sie unterstützt den Kranführer mit Assistenzfunktionen wie Lastpendeldämpfung und Mikropositionierung, insbesondere auf komplexen Baustellen wie der in Gijón ein spürbarer Gewinn für Sicherheit und Effizienz. Die Steuerung ist intuitiv über ein modernes 12-Zoll-Touchdisplay bedienbar und erlaubt eine optimale Anpassung an wechselnde Einsatzbedingungen.

Technik und Kooperation sorgen für Projekterfolg

Der 1188 EC-H Fibre trägt dazu bei, die Montageabläufe effizient, sicher und nachhaltig zu gestalten. Senén Fernández, Geschäftsführer von Gruisa, betont: „Durch die Integration der Fibre-Technologie können die maximalen Lasten über größere Reichweiten aufgenommen werden. Die Litronic-Steuerung ermöglicht zudem eine sehr präzise und sichere Bedienung.“ Die enge Zusammenarbeit zwischen Gruisa, Liebherr Ibérica und dem Liebherr Tower Crane Solutions Team war ausschlaggebend für die erfolgreiche Umsetzung. Von der Planung über die Montage bis hin zur Bereitstellung eines Kranfahrers wurde der Kunde in allen Phasen begleitet. „Liebherr ist bei Spitzentechnologien, die auf die Bedürfnisse der heutigen Baustellen zugeschnitten sind, immer einen Schritt voraus,“ so Fernández weiter. Die Wahl des 1188 EC-H Fibre unterstreicht dabei, dass Fortschritte in der Baulogistik und effiziente Hebetechnik eine wichtige Rolle bei der Umsetzung solcher Vorhaben spielen.

Quelle und Foto: Liebherr-Werk Biberach GmbH