Aperam übernimmt Hanauer Magnetec und stärkt Geschäft mit Speziallegierungen

von Hubert Hunscheidt

Aperam hat die Magnetec Group, einen Hersteller nanokristalliner weichmagnetischer Komponenten, übernommen. Das Unternehmen mit Hauptsitz im deutschen Hanau befand sich zuvor in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Mit der Transaktion stärkt Aperam gezielt seine Alloys-&-Specialties-Sparte und erweitert insbesondere seine nachgelagerten Aktivitäten in der Wertschöpfungskette.

Magnetec wurde 1984 gegründet und verfügt über eine integrierte Produktionskette für nanokristalline Bänder und Kerne. Das Unternehmen beliefert Kunden aus den Bereichen Automobil, Energie, Sicherheit sowie allgemeiner Industrie in Europa, Asien und den USA. Produktionsstandorte befinden sich unter anderem in Ungarn, Moldau, Vietnam und China.

Ausbau von Technologie- und Marktkompetenz

Die Übernahme knüpft an den bisherigen Ausbau der Komponentenaktivitäten von Aperam in Frankreich und China an. Bereits heute zählt die Sparte Alloys & Specialties zu den führenden Anbietern im Energiesektor und hat ihre Marktpräsenz zuletzt auch durch die Übernahme von Universal Stainless & Alloy Products in den USA erweitert.

Mit Magnetec stärkt Aperam nun gezielt seine Position in elektrischen und elektronischen Anwendungen. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen seine Kompetenzen im Bereich innovativer magnetischer Lösungen – ein Segment mit wachsender Bedeutung für Zukunftstechnologien.

Stärkung von Innovation und Lieferketten

Durch die Integration von Magnetec erwartet Aperam eine Erweiterung des Produktportfolios sowie zusätzliche Impulse für Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus soll die komplementäre industrielle Aufstellung dazu beitragen, die globale Lieferkette robuster zu gestalten und die Kundennähe weiter zu erhöhen.

„Die Übernahme von Magnetec ist ein wichtiger strategischer Schritt für die Weiterentwicklung unserer Alloys-&-Specialties-Sparte“, erklärt Sud Sivaji, CEO von Aperam. „Wir stärken unsere Position in wachstumsstarken Anwendungen der Elektro- und Elektronikindustrie und bauen unsere Kompetenzen im Bereich fortschrittlicher magnetischer Lösungen weiter aus.“

Mit dem Zukauf setzt Aperam seinen Kurs fort, sich stärker in margenstarken, innovationsgetriebenen Märkten zu positionieren und die eigene Transformation hin zu einem diversifizierten Anbieter von Spezialstählen und Hochtechnologieprodukten voranzutreiben.

Quelle: Financial Times / Foto: Magnetec Group