40 Jahre für die vernetzte Blechfertigung
von Hubert Hunscheidt
Der Softwareanbieter Lantek nutzte die EuroBLECH 2026 in Hannover, um die Weiterentwicklung seines Portfolios für die Blechbearbeitung vorzustellen. Im Mittelpunkt stand die neue Version V46, die unter anderem zusätzliche Funktionen für die Angebotserstellung, das Stanzen sowie die Rohr- und Profilbearbeitung bietet. Zugleich feierte das Unternehmen sein 40-jähriges Bestehen und 30 Jahre Präsenz auf dem deutschen Markt.
Lantek begann 1986 als Spezialist für CAD/CAM-Software und Maschinenprogrammierung. Inzwischen umfasst das Portfolio auch Lösungen für Produktionsplanung, Automatisierung und die Vernetzung unterschiedlicher Fertigungsprozesse. Nach Unternehmensangaben nutzen mehr als 40.000 Kunden in über 100 Ländern die Software, die über 4.500 Maschinenmodelle unterstützt.
„Wir haben als Spezialist für CAD/CAM mit der Maschinenprogrammierung angefangen und entwickeln heute Lösungen für die Smart Factory – die Vernetzung immer größerer Teile der Fertigung“, erklärte Lantek-CEO Alberto López de Biñaspre.

V46 erweitert Automatisierung und Maschinenanbindung
Mit dem Software-Update „Lantek V46: Further“ hat der Hersteller mehrere Anwendungen weiterentwickelt. Dazu gehört eine neue Generation der Angebotserstellung mit iQuoting. Für die Stanzbearbeitung bietet Lantek Expert zusätzliche Funktionen zur Programmierung und zum Schachteln von Bauteilen.
Auch die Automatisierung des Materialflusses wurde mit einer überarbeiteten Version von Stackmaster erweitert. In der Rohr- und Profilbearbeitung unterstützt Lantek Flex 3D nun den Import von Baugruppen und die Verzapfung von Bauteilen. Hinzu kommen eine vertiefte Integration der Biegesoftware Lantek Bend sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Maschinenanbindung.
Ziel der Weiterentwicklungen ist es, die einzelnen Fertigungsschritte stärker miteinander zu verknüpfen und einen durchgängigen Informationsfluss von der Kalkulation bis zur Produktion zu ermöglichen.
30 Jahre Lantek in Deutschland
Ein weiteres Jubiläum galt der deutschen Niederlassung, die 1996 als zweiter Auslandsstandort des Unternehmens gegründet wurde. Seitdem betreut sie Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Christoph Lenhard, Leiter der deutschen Niederlassung und Vertriebsleiter für die DACH-Region, erinnerte auf der EuroBLECH an die Anfänge: Damals hätten viele Maschinenhersteller noch eigene, geschlossene Softwarelösungen angeboten. Mit seinem herstellerunabhängigen Ansatz habe Lantek den Anwendern die Möglichkeit eröffnet, ihre Software unabhängig vom eingesetzten Maschinenpark auszuwählen.
Heute ist das Unternehmen mit 23 eigenen Niederlassungen in 17 Ländern vertreten.
Passend zum Firmenjubiläum hatte Lantek kurz vor der EuroBLECH zudem seine Website unter www.lantek.com neu gestaltet. Der überarbeitete Internetauftritt stellt neben dem Softwareportfolio auch Informationen zu Fertigungstechnologien und Themen wie Cybersicherheit bereit.
Bildtext 1: Viele Gründe zum Feiern haben (von links) Lantek-CEO Alberto López de Biñaspre und Christoph Lenhard, Leiter des deutschen Lantek-Büros und Vertriebsleiter für die DACH-Region.
Bildtext 2: Großes Interesse am Software-Portfolio von Lantek auf der EuroBLECH 2026.
Quelle und Foto: Lantek Systemtechnik GmbH