Autor: von Alfons Woelfing

07.02.2019

Forschungsprojekt: Öko-Label für saubere Metalle

Undurchsichtig sind die Wege von Metallen von der Erzmine bis zum Produzenten. Das soll sich ändern, denn Label für biologisch erzeugte Lebensmittel oder fair gehandelte Produkte gibt es schon lange. Forscher der Hochschule für Technik im schweizerischen Rapperswil wollen nun in einem Pilotversuch untersuchen, was für ein Gütesiegel benötigt wird.
 
Hiermit soll die Lieferkette von Metallen lückenlos dokumentiert und sauberes Metall mit einem Gütesiegel versehen werden.
 
Rainer Bunge, Umweltingenieur an der Hochschule für 'Technik in Rapperswil: "Für das, was richtig viel Dreck macht, z.B. Kupfer, gibt es keine Zertifikate", sagt er und ergänzt: "es ist völlig unmöglich, sauberes  Kupfer irgendwo auf dieser Welt zu beziehen - egal, was dafür bezahlt würde". Nicht nur beim Kupfer, auch beim Stahl.
 
Das Pilotprojekt der Rapperswiler Hochschule für Technik wird im Sommer 2019 abgeschlossen. Danach soll die Entscheidung fallen, ob ein Metall-Gütesiegel eingeführt wird. Der Branchenverband Fair Recycling und Industriepartner unterstützen die Schaffung eines solchen Labels. Das Projekt wird vom Bundesamt für Umwelt und von Industriepartnern finanziert.
 
Quelle: SRF, Vorschaufoto: marketSTEEL