Autor: von Dagmar Dieterle

24.10.2017

Was ist an den Märkten los?

Die Wirtschaftslaune ist sehr gut, was sich in den Börsen sowie den Stimmungsindikatoren widerspiegelt.

Die Weltbörsen entwickeln sich derzeit super

Der DAX bewegt sich um die Marke von 13.000, der Dow Jones um die 23.000 Punkte und der S&P 500 liegt bei 2.500 Punkten. Und auch die globalen Stimmungsindikatoren zeigen nach oben. Die Unternehmensgewinne sind weiter steigend.  Diese trieben zuletzt die Aktienkurse hoch, nachdem seit 2011 Bewertungsanpassungen wegen der niedrigen Zinsen im Vordergrund standen. Schub kommt auch von der starken Konjunktur. Zyklische Sektoren haben die Nase vorn: In den USA liefen sie seit Ende August um 2,7, in Europa um 4,25 Prozentpunkte besser als defensive. Zurzeit sieht vieles gut aus. Doch die geringe Volatilität ist ein Zeichen für einige Sorglosigkeit am Markt. Bleiben Sie besser aufmerksam, denn die Bewertungen sind zum Teil bereits offensiv.

Rohstoffpreise

Bei den Rohstoffen gab es Anfang 2017 große Veränderungen. Der Kohlepreis ist von 40 USD auf 61 USD gestiegen. Eisenerz z.B. ist bis April auf knapp 90 USD gestiegen und hat sich jetzt Ende Oktober wieder auf den Vorjahrespreis Anfang November 2016 eingependelt.

Australische Minen

„Aktien australischer Minenbetreiber hinken dem dortigen Gesamtmarkt mit einem Plus von 13 gegenüber 15 Prozent seit Jahresbeginn leicht hinterher. Seit Mitte Juni sind sie aber um 16 Prozent gestiegen – doppelt so stark wie der Markt. Das liegt an der großen chinesischen Nachfrage nach Industriemetallen, die in diesem Zeitraum an der Londoner Rohstoffbörse um 18 Prozent teurer wurden“ so Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden. Die Deutsche Bank hat daher die 2018er Gewinnerwartungen für Australiens Minenwerte nach dieser kurzfristigen Rohstoffrally angehoben. Zum Teil dürfte diese allerdings bei Minenaktien aus Down Under bereits eingepreist sein. Deren weiteres Potenzial scheint daher eher begrenzt.

Globales Wirtschaftwachstum

Das globale Wirtschaftswachstum spiegelt sich auch in den Exporten wider.

„Vor allem in Asien stiegen die Ausfuhren im September im Jahresvergleich erneut deutlich an, um je 27,5 Prozent in Südkorea und Taiwan sowie um 25,7 Prozent in Indien. Und die Stimmungsindikatoren in den Industrieländern deuten auf eine Fortsetzung des Trends hin. Wer daraus nun den Schluss zieht, asiatische Währungen müssten profitieren, hat aber die Rechnung ohne die Fed gemacht – die Unsicherheit über ihren künftigen Vorsitz und Kurs hat zuletzt für Abwertungen gegenüber dem US-Dollar gesorgt. Diese könnten andauern, sollte die Fed den Leitzins rascher anheben als am Markt erwartet.“ so die Einschätzung von Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden.

Seien Sie weiterhin auf der Hut!

 

Ihre Dagmar Dieterle

 

Editor marketSTEEL

Foto: marketSTEEL, Dagmar Dieterle-Witte