Autor: von Alexander Kirschbaum

01.09.2017

Wenig deutsche Unternehmen nutzen Big Data

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes führten im Jahr 2015 lediglich 6 % der deutschen Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten Big Data-Analysen durch. Dabei nutzten große Unternehmen öfter Big Data als kleinere Unternehmen. Bei Großunternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten lag der Anteil bei 17 %, bei mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) betrug er 9 %. Kleine Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte) nutzten Big Data noch seltener (5 %).

Mit 64 % führte der Großteil der Unternehmen die Big Data-Analysen durch eigene Beschäftigte durch. Auf externe Dienstleister griffen 39 % der Unternehmen zurück (Mehrfachnennungen möglich). Als Datenquellen dienten bei 54 % der Unternehmen durch tragbare Geräte erzeugte geografische Daten (zum Beispiel GPS-Daten). 40 % der Unternehmen nutzten unternehmenseigene Daten von vernetzten Geräten, zum Beispiel Smart Devices oder Sensoren, und 36 % werteten Daten von Social Media-Plattformen aus, wobei ein Teil der Unternehmen mehrere Datenquellen nutzte.

Unter Big Data-Analysen sind Konzepte, Verfahren, Technologien und Softwareanwendungen zu verstehen, mit deren Hilfe große Datenvolumen aus unternehmenseigenen und externen Datenquellen für qualitative und quantitative Analysen aufbereitet werden. Bei der Verarbeitung von Daten müssen Unternehmen auch Datenschutz-Aspekte berücksichtigen.

Quelle: Statistisches Bundesamt  Vorschau-Foto: Fotolia