Autor: von David Fleschen

08.08.2018

Voestalpine auf Wachstumskurs

Schwierige politische Lage hat kaum Einfluss auf Unternehmensgewinn

Der österreichische Voestalpine-Konzern konnte die im Verlauf des vergangenen Rekord-Geschäftsjahres aufgebaute, breite wirtschaftliche Dynamik auch zu Beginn der neuen Berichtsperiode weiter nutzen und im ersten Quartal 2018/19 (1. April bis 30. Juni 2018) bei einem Rekordumsatz von annähernd 3,5 Mrd. EUR das Ergebnisniveau des 1. Quartals des Vorjahres halten. Die nach wie vor insgesamt starke Konjunkturentwicklung in Europa, China und Nordamerika wurde auch durch die weiter verschärften protektionistischen Tendenzen im Welthandel nur wenig beeinflusst. In Europa zeigten sich allerdings erste dämpfende Auswirkungen des „BREXIT“-Votums.  

Der Umsatz des voestalpine-Konzerns erhöhte sich im 1. Quartal 2018/19 mit knapp 3,5 Mrd. EUR gegenüber dem Vergleichswert des 1. Quartals 2017/18 (3,3 Mrd. EUR) um 6,7 % und erreichte damit das bisher höchste Niveau in einem Quartal. Alle vier Divisionen trugen zu diesem Umsatzwachstum bei, am stärksten die Metal Forming Division durch den kontinuierlichen Ausbau ihrer Automotive-Aktivitäten. Trotz der Hochofen-Großreparatur und eines (ebenfalls geplanten) dreiwöchigen Wartungsstillstands des HBI-Werkes in Texas gelang es auch der Steel Division ihre Umsatzerlöse auszuweiten. Höhere Verkaufspreise in Verbindung mit gestiegenen Liefermengen waren für die Zunahme des Umsatzes in der High Performance Metals Division sowie der Metal Engineering Division verantwortlich.

Eine weitgehend stabile Entwicklung verzeichnete der voestalpine-Konzern auf der Ergebnisseite. Das EBITDA im 1. Quartal 2018/19 blieb mit 513 Mio. EUR praktisch ident zum Vorjahreswert von 513,8 Mio. EUR – wobei die EBITDA-Marge aufgrund des heuer höheren Umsatzniveaus von 15,8 % im Vorjahr auf 14,8 % im ersten Quartal dieses Jahres fiel. Durch leicht höhere Abschreibungen verminderte sich das EBIT des Konzerns um 1,5 % von 329 Mio. EUR im Vorjahr auf 324 Mio. EUR im aktuellen Berichtsquartal. Die EBIT-Marge fiel im gleichen Zeitraum von 10,1 % auf 9,3 %. Aufgrund einer niedrigeren Nettozinsbelastung sowie einer rückläufigen Steuerquote kam es in den Kategorien Ergebnis vor Steuern mit 294 Mio. EUR (Vorjahr 292 Mio. EUR) sowie Ergebnis nach Steuern mit 224 Mio. EUR (Vorjahr 218 Mio. EUR) im 12-Monatsvergleich jeweils zu einer leichten Verbesserung.

Quelle: voestalpine, Foto: fotoalia