Autor: von Alexander Kirschbaum

08.03.2016

Stahl-Service-Center setzt auf Bandschleiftechnologie

Der Automatisierungsprozeß macht auch beim industriellen Schweißen von Stahlblech einen immer wichtigeren Wettbewerbsvorteil der Hersteller aus. Die Anarbeitung von Schweißfasen ist zum automatisierten Schweißen und Fügen ebenso wichtig, wie die qualitative Ausführung der Schweißnaht selber. In diesem Bereich wird häufig noch viel in Handarbeit oder mit relativ unhandlichen Maschinen und hohem Energieaufwand (Plasma- oder Autogenbrenner) gearbeitet. Das Stahl-Service-Center Joop van Zanten Staalservice aus dem niederländischen Veenendaal setzt neuerdings auf eine Kanten- und Fasenschleif-Maschine zur Schweißnahtvorbereitung und für optische Fasen.

Das Stahl-Service-Center in den Niederlanden hat in eine Kuhlmeyer UKF mit einem Arbeitsbereich von 6 m investiert. Durch die offene Ständerbauweise der Maschine sind jedoch auch Werkstücke, die länger als die 6 m Tischbreite sind, einfach zu bearbeiten. Mit der Hochleistungsbandschleiftechnik lassen sich auf den Kuhlmeyer Maschinen Fasenwinkel von -45° bis zu +88° realisieren. Ein wesentlicher Vorteil der Kuhlmeyer Technologie ist neben der hohen Produktionsgeschwindigkeit auch die gute Qualität der Fasen und Stege, die ohne gravierende Wärmeeinwirkung und ohne Grate oder Zunderschichten sofort weiterverarbeitet werden können. Beim Brenn- oder Schneidverfahren ist das nicht gegeben und zusätzliche Handlings- und Bearbeitungsschritte müssen einkalkuliert werden.

Mit dem Einsatz der neuen Maschine hat Joop van Zanten Staalservice einen großen Engpass in der Fertigung und Anarbeitung behoben. "Die Anarbeitung von Fasen zur Schweißnahtvorbereitung ist etwas, das wir häufig für unsere Kunden erledigen" so Heico van der Meulen, Key Account Manager bei Joop van Zanten Staalservice. "Früher wurden die Fasen mit Hilfe unserer Autogen-Brenner abgetragen, da gab es jedoch immer die Nacharbeit zum Entfernen der Zunderschichten. Mit dem Einsatz einer Bettfräsmaschine (Zayer KMU 12000) wurden die Fasen noch besser und die Kunden waren begeistert, da die Bleche sauber sind und sofort weiter bearbeitet werden konnten. Somit wuchs der Druck auf die Kapazität und Auslastung unserer Bettfräsmaschine. Kleinere Schweißfasen an großen Blechen mussten wieder mit einem Handfräser oder dem Brenner gemacht werden. Dadurch konnten wir die gewünschte Ausführung und Genauigkeit der Fasen jedoch nicht halten. Erst jetzt mit der neuen Kuhlmeyer UKF sind wir in der Lage, die geraden Fasen mit besserer Qualität und wesentlich kürzeren Durchlaufzeit zu realisieren."

Quelle: Kuhlmeyer Maschinenbau GmbH Bildtext: Kuhlmeyer UKF 3.1-6000 bei van Zanten (Foto: Kuhlmeyer)