Autor: von Alexander Kirschbaum

12.06.2018

Digitalisierung: Industrie macht Fortschritte

Der Wirtschaftsindex DIGITAL erreicht 2018 wie im Vorjahr einen Wert von 54 Punkten (von maximal 100 Punkten). Der Index ist ein Teil des Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL, der jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellt wird. Er bildet ab, wie es um die Digitalisierung der deutschen Unternehmen steht. Aktuell sticht hervor, dass sich die Digitalisierungsschwerpunkte der deutschen Wirtschaft verlagert haben: Während zuletzt der Dienstleistungssektor deutliche Fortschritte machte, ist es jetzt die Industrie. Der Digitalisierungsgrad der deutschen Industrie ist seit 2016 von 39 auf aktuell 45 Punkte angestiegen.

„Die Entwicklung bei der Digitalisierung in der Industrie ist erfreulich. Vor allem in Bezug auf interne Prozesse sind Verbesserungen unübersehbar: Verfügten 2016 nur 46 Prozent der Industrieunternehmen über hoch digitalisierte interne Prozesse, sind es jetzt bereits 58 Prozent, sagt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Christian Hirte.

Knapp sieben Prozent der Unternehmen in Deutschland gelten als „digitale Vorreiter“ (81 bis 100 Punkte). Knapp ein Drittel aller Unternehmen gehört zur nächsten Kategorie der „digitalen Fortgeschrittenen“. Sie erreichen zwischen 61 und 80 Punkten. Das „digitale Mittelfeld“ fällt mit rund 34 Prozent der Unternehmen am größten aus (41 bis 60 Punkte). Mehr als ein Viertel der Unternehmen tut sich mit der Digitalisierung nach wie vor schwer: 19 Prozent sind „digitale Anfänger“ (21 bis 40 Punkten). An knapp acht Prozent der Firmen – den sogenannten „digitalen Nachzüglern“ – ist die Digitalisierung bislang weitgehend vorübergegangen.

Neben dem Wirtschaftsindex DIGITAL beinhaltet der Report auch Ergebnisse zum Fokusthema Künstliche Intelligenz (KI). Knapp fünf Prozent der Unternehmen in der Gewerblichen Wirtschaft nutzen sie derzeit bereits. 31 Prozent gehen davon aus, dass ihr Unternehmen in zehn Jahren über KI-Lösungen verfügen wird.

Quelle: BMWi  Vorschau-Foto: Fotolia